Geldanlage & Tagesgeld, Festgeld

Bei der Geldanlage setzen die meisten Deutschen immer noch auf ein Maximum an Sicherheit. Vor dem Hintergrund der starken Schwankungen am Aktien- und Anleihenmarkt sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung. Allerdings sollte man auch bei sicheren Anlageprodukten nicht auf eine angemessene Rendite verzichten müssen. Auffällig: Viele Kunden lagern ihr Geld auf dem Cash Konto. Eigentlich die schlechteste Möglichkeit, Geld anzulegen. Denn Zinsen bekommt man hier in der Regel gar nicht.

Rentabler ist da schon die die Anlage auf dem Tagesgeld. Hier erhält der Anleger vergleichsweise hohe Zinsen, bei einer hohen Liquidität. Das Geld ist nämlich täglich verfügbar. Allerdings sind die Zinsen variabel und gerade bei einer fallenden Zinsentwicklung führt dies schnell zu einer Minimierung der Rendite. Gerade die Neukundenangebote vieler Banken bieten Renditen, die deutlich über den Zinsen für Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland liegen, was sie natürlich attraktiv macht.

Sicherer ist es da, bei der Geldanlage auf das klassische Festgeld zu vertrauen. Hier sind die Zinsen - je nach Marktlage - deutlich höher, als beim Tagesgeldkonto. Allerdings bindet sich der Anleger über eine gewisse Zeit (meist 12-60 Monate) an ein Produkt. Der Zinssatz ist über diesen Zeitraum nicht veränderlich. Wie hoch die Zinsdifferenz zur Tagesgeldanlage ist, hängt vor allem von der erwarteten Zinsentwicklung ab. Wird erwartet, dass die Zinsen zukünftig steigen, rentieren Festgeldkonten meist deutlich stärker, als Tagesgeldkonten.

Der feste Zinssatz über die gesamte Laufzeit kann bei steigenden Marktzinsen ein Nachteil und bei fallenden Marktzinsen ein Vorteil sein. Ähnlich verhält es sich beim Termingeld. Der einzige gravierende Unterschied zum Festgeldkonto ist der Anlagehorizont. In der Regel laufen Termingelder nur wenige Monate. Viele Banken bieten Laufzeiten von 30 bis 365 Tagen an. Eine Möglichkeit zur vorzeitigen Verfügung über das angelegte Geld ist in der Regel nur in Verbindung mit deutlichen Einbußen bei der Rendite möglich. IN der Regel ist hierbei auch eine Kündigungsfrist von 3 Monaten einzuhalten, damit eine Vorfälligkeitsentschädigung entfällt.

Ob das Tagesgeld oder das Festgeld die geeignetere Wahl ist, hängt vor allem vom Anlagehorizont ab. Wer kurzfristig flexibel bleiben will, ist mit dem Tagesgeldkonto sicherlich besser beraten, muss aber eventuell ganz erhebliche Abschläge bei der Rentabilität seiner Kapitalanlage machen. Grundsätzlich sicher sind beide Produkte.

Weitere Informationen, sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Geldanlagen finden Sie auf geldanlagevergleich.org.

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